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Geschichte

- Die Entstehung der Schlepperfreunde Owingen -

Rund 30 Oldtimertraktorenfreunde und deren Familienmitglieder, sowie Freunde veranstalteten erstmals ein Schleppertreffen am 13. Juni 2010 in Owingen. Bis zu diesem tollen Fest war es jedoch ein langer Weg.

Bereits im Jahr 1995 führte Thomas Lange die Restauration eines Traktors durch, welcher nicht für die land- bzw. forstwirtschaftliche Benutzung bestimmt war. Mit seinem wunderschönen Hanomag R12 fuhr er zusammen mit seiner Frau Doris zu Schleppertreffen unter anderem bis zum Bodensee.

Der Liebe wegen zog es im Jahr 2000 das Nordlicht Herbert Meyer in die Eyachgemeinde. Mit im Gepäck hatte er zwei Traktoren der Moorburger Treckerwerke. Zusammen mit seinen Nachbarn Doris und Thomas besuchte er Traktorentreffen im ganzen Land.

Im Jahr 2003 erwarb Reinhard Stifel einen Schlepper der Balinger Traktorenfirma Wahl. Nach dem er den W17 wieder fabrikneu hergerichtet hatte, wurde aus dem Owinger Schleppertrio ein Quartett.

Die Jugend findet Gefallen an der Pflege und Erhaltung historischer Landtechnik. Martin Stifel (Sohn von Reinhard), sowie seine beiden Freunde Jürgen Lutz und Thomas Hömens fahren immer öfters bei den Schlepperausfahrten mit.

In den Jahren 2008 und 2009 entsteht aus der der kleinen Gruppe schlepperbegeisteter Owinger die Schlepperfreunde Owingen. Immer mehr Leute, auch von außerhalb der Gemeinde schließen sich an. Es ist immer eine Freude mit den alten Gefährten unterwegs zu sein.

Die Zeit war reif! Im Juni 2009 hatten die Owinger Schlepperfreunde den Entschluss gefasst, ein eigenes Schleppertreffen durchzuführen. Das 1. Treffen wurde am 13. Juni 2010 mit gemischten Gefühlen eröffnet. Als das Treffen um 10:00 Uhr startete, regnete es unentwegt. Waren alle Bemühungen umsonst? Man hatte die Befürchtung, dass nur wenige Traktorenbesitzer den Weg nach Owingen auf sich nehmen. Von Minute zu Minute hörte man dann aus allen Richtungen immer mehr Schlepper zum Veranstaltungsort fahren und die Gesichter der Schlepperfreunde erhellten sich immer mehr. Am Schluss hatten sich 326 Fahrzeuge am Treffen beteiligt. Die Veranstalter wurden regelrecht überrannt. Mit solch einem Ansturm hatten auch die größten Optimisten nicht gerechnet. Essen und Getränke mussten den ganzen Tag über organisiert und hergebracht werden. Schon am Tag des Festes stand fest, dass ein weiteres Schleppertreffen stattfinden wird.

Wirklich als "das" Ereignis des Jahres konnte das 2. Owinger Schleppertreffen am 16./17. Juni 2012 bezeichnet werden. Bereits am Samstagnachmittag hatte eine begrenzte Anzahl von Traktorenbesitzer die Möglichkeit, das Salzbergwerk im benachbarten Stetten zu besichtigen.
Auf dem Festgelände präsentierte Willi Larl aus Öttigheim sein neu erschienenes Buch "AusZeit Mit dem Traktor auf dem Jakobsweg".
Für Übernachtungsgäste hatte man ein Fahrerlager mit Dusch- und Frühstücksmöglichkeit eingerichtet. Am Sonntag reichte der Festplatz nicht aus und so musste auf ein angrenzendes Wiesengelände ausgewichen werden. Über 400 mit viel Liebe gepflegte alte Helfer in der Landwirtschaft waren bis zum Mittag zusammen gekommen, die von Hunderten von Besuchern bestaunt wurden. Aber nicht nur die alten Schlepper zogen die Blicke auf sich. So gab es verschiedene Schauvorführungen, wie ein mobiles Sägewerk. Auch die Günzburger Mengele-Dreschmaschine, die die Owinger wieder auf Vordermann gebracht hatten, konnte bestaunt werden.

Mit der Durchführung eines Schlepperflohmarktes betraten die Owinger am 13. April 2013 Neuland im Zollernalbkreis. Rund um die Eyachtalhalle boten Händler und Privatleute vielerlei Dinge rund um die Landwirtschaft an. Die Besucher kamen aus dem näheren Umkreis, aber auch von weit her, um sich auf dem Schlepperflohmarkt umzuschauen und zu informieren, aber auch zu kaufen. Vor allem Ersatzteile, Werkzeug und Schrauben waren gefragt, die Stände dicht umlagert. Es wurde gefachsimpelt, gefeilscht und neue Kontakte geknüpft. Groß war die Auswahl an Maschinen, von gut erhalten bis reparaturbedürftig.

Schlepperfreunde durchbrechen die Schallmauer, so schrieb die örtliche Presse nach dem 3. Owinger Schleppertreffen, welches am 05. und 06. Juli 2014 stattfand. Über 400 Schlepper tuckerten an und wurden von Hunderten von Besuchern bestaunt. Der Festplatz reichte nicht aus, die angrenzenden Wiesenflächen mussten mitbenutzt werden. In einer Sonderausstellung konnten über 90 Traktoren der Firma Wahl, die einst in Balingen hergestellt wurden, bestaunt werden. Auch eine ansprechende Dokumentation zur Firma Wahl war aufgebaut. Die Owinger hatten ein umfangreiches Rahmenprogramm vorbereitet, das keine Wünsche offen ließ. So war am Samstag der Multivisionsvortrag unter dem Titel "10 000 Kilometer mit dem Traktor zum Nordkap", in dem Oswald Maier aus Gaggenau mit wunderschönen Fotos über seine einzigartige Reise durch zehn europäische Länder an einen der nördlichsten Punkte Europas berichtete.

Auch der 2. Owinger Schlepperflohmarkt, welcher am 18. April 2015 stattfand, diesmal in der Ortsmitte, war mit Hunderten von Besuchern und 50 Händlern ein voller Erfolg. Die Schlepperfreunde hatten wegen der Bauarbeiten an der Eyachstraße und der Belegung des Festplatzes das Ortszentrum als Veranstaltungsort gewählt. Die Marktkulisse passte bestens und es kam echte Flohmarktatmosphäre auf. Sogar das Gelände einer Reparaturwerkstätte eines Händlers für Landmaschinen, Forst- und Gartengeräte konnte in die Marktfläche mit aufgenommen werden. Angeboten wurden vor allem Schlepper aus den 60er-Jahren der Marken Lanz, Deutz, Wahl und Fahr. Viele kleinere Gegenstände rund um die Land- und Forstarbeit wechselten die Besitzer.

Die Erhaltung historischer Landtechnik mit Schwerpunkt "Traktoren" haben sich die Schlepperfreunde zum Ziel gesetzt. Des Weiteren sollen Kontakte zu anderen Vereinen und Clubs geknüpft werden.

Mit den Schleppern werden nicht nur Ausstellungen, sog. Schleppertreffen, besucht, sondern es werden auch Tagesausflüge und Stammtischtreffen veranstaltet. Bei diesem Erfahrungsaustausch werden technische Finessen der Maschinen und Geräte diskutiert, Tipps und Tricks zum Restaurieren ausgetauscht und gemeinsame Aktionen geplant.

Alle Interessierten, auch Nichttraktorbesitzer, sind herzlich eingeladen.



Die Gründungsväter Herbert Meyer, Thomas Lange und Reinhard Stifel (von links) im Jahr 2004

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